Junge Leute mit Kreditkarte vor Laptop

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In diesem Beitrag findest du:

–>  Kreditkarten, die tatsächlich keinen Cent kosten

–>  Tipps, um drohende Fallstricke zu meiden

–>  Die richtige Kreditkarte für deine Bedürfnisse

 

Bist du auch einer von 35 Millionen Deutschen, die eine Kreditkarte besitzen? Und gehörst du auch zu denen, die für die kleine Plastikkarte viel zu viel zahlen? Könnte sein. Denn die Banken lassen sich so einiges einfallen, damit sie auch an einer Kreditkarte gut verdienen. Den Durchblick zu behalten ist aber auch nicht ganz leicht. Oftmals werben die Herausgeber von Kreditkarten damit, dass das Zahlungsmittel keinen müden Euro kosten soll. Dass das nicht immer stimmt, hat wieder einmal die Stiftung Warentest herausgefunden. Denn selbst wenn keine monatliche Grundgebühr fällig wird, kommen häufig

  • Zahlungen für das Bargeld abheben
  • Einsatz der Karte im Ausland
  • oder andere kostenpflichtige Einschränkung

hinzu. Tatsächlich musst du für eine Kreditkarte in einigen Fällen gar nichts bezahlen. Es kann aber auch bis zu 136 € im Jahr kosten.

Welcher Kreditkartentyp bist du?

Mehrere Kreditkarten in Geldbörse

Welche Kreditkarte passt zu dir?

Zunächst solltest du dir aber im klaren darüber werden, wie und wozu du die Karte einsetzen möchtest. Nutzt du die Karte nur, um beispielsweise im Supermarkt oder im Internet damit zu bezahlen? Dann passt eine sogenannte Standard-Kreditkarte für dich. Wenn du gerne und viel reist, kommt noch ein entscheidender Faktor hinzu: Welche Auslandsgebühren (vor allem außerhalb der EU) kommen hinzu und zwar für das Bezahlen im Geschäft aber auch für die Bargeldabhebung.

 

Kreditkarten von Regionalbanken und Sparkassen sind in der Regel zu teuer. Meist fallen bei diesen Geldinstituten jährliche Grundbeträge zwischen 25 und 35 € an. Richtig teuer wird es dann wenn du mit der Karte im Ausland Geld abheben möchtest. Deshalb raten wir zu einigen Spezialbanken oder gar zu Kreditkarten die du ohne ein Girokonto erhältst.

 

Die Standard-Kreditkarte

Kreditkarte Gold

Übrigens: Von teuren Kreditkarten mit Zusatzversicherungen raten Experten ab. Die Versicherungen separat abzuschließen ist deutlich günstiger.

Bei einigen Geldinstituten musst du, um an eine kostenlose Kreditkarte zu kommen, auch gleichzeitig ein Girokonto eröffnen. Aber keine Sorge, das ist in der Regel auch kostenlos. Es gibt aber auch Geldinstitute bei denen du eine Kreditkarte erhältst, ohne dort sonst Bankkunde zu sein. Wie auch immer, wenn du das Plastikgeld nur zum Bezahlen innerhalb Deutschlands verwendest, hast du die Qual der Wahl. Angebote findest du bei Stiftung Warentest in folgendem Artikel. Der Beitrag ist im Internet komplett für drei Euro herunterzuladen. Dort findest du auch einen Konfigurator, mit dessen Hilfe du das Angebot ermitteln kannst, das ganz auf deine persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Uns haben vor allem die Karten von DKB und ING überzeugt. Es fallen keine Kosten für Bargeldabhebungen im Inland an und sogar eine Partnerkarte ist kostenlos. Allerdings musst du bei beiden Unternehmen ein (kostenloses) Girokonto eröffnen. Für beide Konten gilt: monatlich müssen regelmäßig mindestens 700 Euro eingehen. Bist du noch keine 28 Jahre alt, entfällt diese Bedingung bei der ING.

 

Bei Prepaid-Kreditkarten musst du vor der Nutzung der Karte einen Betrag einzahlen und kannst auch nur dieses Guthaben benutzen. Dieser Kartentyp ist recht teuer. Deshalb raten auch Verbraucherschützer von Prepaid-Karten ab. Sie sind nur etwas für Kunden, die sonst keine bekommen – zum Beispiel weil die Schufa-Auskunft dagegen spricht. Wenn Eltern eine Karte für Kinder und Jugendliche beantragen wollen, sollten Sie lieber mit der Hausbank sprechen.

 

Die Kreditkarte für Reisende

Wer viel im vor allem außereuropäischen Ausland unterwegs ist, der kennt das Problem. Geld abheben oder Bezahlen mit der Kreditkarte kann richtig teuer werden. Doch auch beim Auslandseinsatz gibt es noch echte Karten-Schnäppchen. Uns hat vor allem das Angebot der Hanseatic Bank überzeugt. Es ist komplett kostenlos, auch für die Partnerkarte. Im Ausland fallen für Bargeldabhebungen oder Bezahlvorgänge weltweit keine Gebühren an. Einen kleinen, leicht zu behebenden Haken hat die Karte der Hanseatic aber auch. Du solltest direkt nach Erhalt der Kreditkarte die voreingestellte Teilzahlung deaktivieren. Sonst drohen hohe Dispozinsen. Davon erfährst du im nächsten Kapitel mehr.

Junge Frau mit Kreditkarte am Computer

Die Kreditkartenrechnung möglichst immer ohne Zusatzkosten nutzen

Vorsicht Falle! Kreditkarten mit Teilzahlung!

Die klassische Kreditkarte ist die, bei der nach der Bezahlung mit dem Plastikgeld der Betrag sofort von deinem Girokonto abgebucht wird. Noch häufiger ist die sogenannte Cargekarte im Umlauf. Bei beiden Methoden ist für dich eigentlich alles im grünen Bereich. Denn es fallen keine hohen Zinsen an. Benutzt du allerdings eine Kreditkarte mit Teilzahlung, sieht das schon ganz anders aus. Dann wird am Monatsende nicht der ganze Betrag abgerechnet und ausgeglichen. Nein, du gehst quasi ein kleines Darlehen ein, bei dem ein Restbetrag des monatlichen Umsatzes stehen bleibt. Und diesen ungewollten Kredit lassen sich viele Banken mit extrem hohen Zinsen bezahlen. Also Vorsicht bei solchen Kreditkarten mit Teilzahlung. Da sammeln sich ganz schnell zwei bis dreistellige Summen an. Richtig fies wird es, wenn die herausgebende Bank eine solche Teilzahlung von vornherein im Vertrag festschreibt. Dann merkst du vielleicht gar nicht, dass du am Monatsende nur ein paar Teilbeträge abgelöst hast. Dafür aber ist eine Restsumme stehen geblieben, für die du hohe Zinsen bezahlst.

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Ein Beitrag von Torte. Mehr von dem Autor? Klick auf das Bild 


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