Tupperware-Party – Die Mutter aller Nebenjobs im Partyverkauf

Veröffentlicht von am Juli 26, 2012

Tupperware-PartyWer hat´s erfunden? Nein, diesmal waren es nun wirklich nicht die Schweizer. Die Amis waren`s! Und zwar schon vor mehr als 60 Jahren. Tupperware: die luft- und wasserdichten Behälter, die es in keinem Geschäft zu kaufen gibt. Gehandelt werden sie nur auf Partys.

Von solchen Veranstaltungen im Freundeskreis profitieren nicht zuletzt die Beraterinnen, die diese Verkaufsveranstaltungen regelmäßig durchführen. Die Geschäftsidee dazu ist genauso genial wie einfach. Statt über teure, verschlungene Verkaufswege wandern die Produkte direkt vom Hersteller über private Personen, die das Geschäft als Nebenjob betreiben, direkt an die Endverbraucher.

Rund 60.000 fast ausschließlich Frauen verdienen sich so schon heute bundesweit Jahr für Jahr einen ordentlichen Batzen zum Haushaltsgeld hinzu. Von solchen Verkaufsfeten, auch Tupperware-Parties genannt, findet angeblich alle 2,5 Sekunden eine statt – irgendwo auf der Welt.

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„Tuppern“ – der Inbegriff des Partyverkaufs

„Getuppert“ wird heute in vielen Branchen. Der Begriff steht inzwischen auch stellvertretend für den Partyverkauf von Kosmetik, Brillen, Schmuck, Dessous, um nur einige zu nennen. Alle haben sich das Verkaufsprinzip von den unkaputtbaren Plastikartikeln abgeschaut. Dahinter steckt immer eine ganze Armee von privaten Verkäuferinnen (Fixverdient.de passt sich ausnahmsweise der Sprache des Herstellers an, der nur Frauen anspricht – sich dafür auf der Internetseite bei den Männern aber ausdrücklich entschuldigt).

Achtung!

Verkaufspartys können einsam machen. Wenn du Freunde und Bekannte mit deinen „Angeboten“ zu sehr nervst, kann der gegenteilige Effekt eintreten. Sie werden dich meiden. Deshalb behalte immer den Aspekt der „Party“ im Auge. Spaß haben und nebenbei Geld verdienen, sollten sich die Waage halten.

Die Produkte werden im engeren Bekanntenkreis und bestenfalls auch über Mundpropaganda an Wildfremde auf kleinen Partys vorgestellt und natürlich auch gleich an die Hausfrau gebracht. Wie bei jeder guten Armee gibt es auch bei Tupperware Generäle und Majoren. Die heißen dann Bezirkshändlerin oder Gruppenberaterin.

Gute Laune und kleine Gastgebergeschenke

Partyverkauf Nebenverdienst

Im gemütlichen Bekanntenkreis lässt sich bei einer guten Tasse Kaffee oder einem prickelnden Prosecco doch noch immer am besten über die neusten Haushaltstrends tratschen. Das ist der Hintergedanke des „tuppern“. Eine Gastgeberin lädt Freunde ein und eine Beraterin stellt dabei die neusten Tupperware-Produkte vor.

Wer in diesem Kreis als Beraterin die Kollektion präsentiert, der, Pardon die, sollte also schon mal nicht auf den Mund gefallen sein. Und weil die Gastgeberin, in deren Haus die Fete stattfindet, ja auch einige Vorbereitungen treffen muss, gibt es dafür gleich ein kleines Geschenk aus dem mitgebrachten Musterkoffer. Für beste Stimmung ist also gesorgt.

24% – eine faire Umsatzbeteiligung

Wusstest du, dass…
…du mit einem realistischen Zeitaufwand von vier Stunden, inklusive Anfahrt und Organisation, bei einer Verkaufsparty 60 Euro verdienen kannst?

Die Produkte von Tupperware zeichnen sich durch absolute Spitzenqualität aus. Sie sind aber auch nicht ganz billig. Diesen Zusammenhang zu begründen, ist eine der Hauptaufgaben einer Beraterin, die übrigens keine spezielle Vorbildung mitbringen muss. Dafür ist die Bezahlung im Nebenjob auf Tupperpartys recht gut. 24 Prozent, also fast ein Viertel des Verkaufspreises, sind schon recht ordentlich.

Doch das muss auch richtig eingeordnet werden. Auf 800 Euro in der Woche, mit denen schon mal für die Nebentätigkeit geworben wird, kommen die Allerwenigsten. Bei dem dafür nötigen Zeitaufwand kann auch schon nicht mehr von Nebenjob gesprochen werden.

Voraussetzungen zum Nebenjob „Tupper-Party“

  • Die Beraterinnen sind selbstständig tätig. Das Einkommen muss unbedingt versteuert werden. Finanzämter prüfen das Mutterunternehmen regelmäßig und kommen Steuersündern schnell auf die Schliche.
  • Die Vorführware ist nicht kostenlos. Sie wird mit den ersten Einkommen verrechnet.
  • Beraterinnen benötigen einen Stauraum, in dem Musterprodukte oder bestellte Ware gelagert werden kann.
  • Er eigenes Fahrzeug zur Anreise und zum Transport der Kollektion ist eigentlich unabdingbar.
  • Ein großer Bekanntenkreis ist sicherlich von Vorteil. Langfristige Einnahmen lassen sich aber nur erzielen, wenn über kurz oder lang auch „fremde“ Partygastgeber und deren Gäste gefunden werden.

Dafür gibt es bei Erreichen von bestimmten Verkaufsergebnissen Sonderboni wie Küchengeräte oder Reisen. Die Arbeitszeit ist flexibel und kann den familiären Gegebenheiten leicht angepasst werden. Herrscht in der Haushaltskasse mal gerade besondere Ebbe, kann durch einige Extra-Partys mehr hinzu verdient werden. Außerdem werden die nebenberuflichen Mitarbeiter regelmäßig geschult.

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Über den Autoren (Profil bei uns)

Gröj Eklib arbeitet seit 1984 als Journalist. Nach einigen Jahren der Lokalberichterstattung widmete er sich den Sparten Wirtschaft und Service. Die Arbeitswelt und die sich wandelnden Jobs bilden ein weiteres Standbein der journalistischen Tätigkeit. Er war mehrere Jahre Chefredakteur einer durch Landesmittel geförderten Jugendzeitung zum Thema Jobs und Karriere für junge Arbeitnehmer. Mehr bei Google+.
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