Sozialversicherungsnummer – Das häufig unbekannte Dokument

Veröffentlicht von am November 15, 2013

SozialversicherungsnummerHast du dich auch schon mal gefragt, warum Polizisten in amerikanischen Spielfilmen immer nach dem Sozialversicherungsausweis fragen, wenn sich ein Verdächtiger ausweisen soll?

Ganz einfach: Weil die Amis keinen Personalausweis kennen. Wenn die sich ausweisen müssen, geht das nur mit dem Führerschein oder eben der Sozialversicherungsnummer, die die meisten in den USA schon bei der Geburt erhalten.

Und wie ist das bei uns? Jetzt mal ganz ehrlich, kennst du deine Sozialversicherungsnummer? Oder weißt du zumindest, wo du sie findest? Brauchst du überhaupt einen solchen Ausweis? Und zu welchen Gelegenheiten ist er für dich wichtig?

Deine persönliche Nummer für alles Soziale

Tipp!
Wenn du jetzt sauer aufstöhnst, „Mensch, noch nen Ausweis“, dann solltest du lieber genauer nachdenken. Denn dieses kleine Stück Papier sichert dir drei ganz elementare Vorzüge:

Geld bei Krankheit, Geld bei Arbeitslosigkeit, Geld im Alter. Denn über deine ganz persönlichen Sozialversicherungsnummer (mit entsprechendem Ausweis) bist du für diese drei „Schicksalsschläge“ bestens gerüstet.

Eines ist klar: Bei uns wird der Ausweis und die damit verbundene Nummer erst notwendig, wenn es losgeht mit dem ersten Geldverdienen. Und rund um den der ersten Verdienst geht es ja häufig hier bei Fixverdient.de.

Vor allem dann, wenn es um die „sozialen“ Belange geht, die mit der Arbeit zu tun haben, kommt der Sozialversicherungsausweis ins Spiel – also bei so wichtigen Angelegenheiten wie

  • Rente
  • Krankenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung

Ausgestellt wird der Sozialversicherungsausweis bei der Deutschen Rentenversicherung. Und um eine immer wieder gern gestellte Frage gleich zu beantworten: Ja, deine Sozialversicherungsnummer ist identisch mit der Rentenversicherungsnummer.

Eine verschlüsselte Zeichenkombination?

Kommen wir nochmals auf unsere obige Frage zurück: Kennst du eigentlich deine Nummer rund um die soziale Absicherung auswendig. Vermutlich, wie die meisten, musst du mit „Nein“ antworten. Dabei ist die Kombination aus Buchstaben und Zahlen eigentlich ganz einfach nachvollziehbar. Ein Beispiel:

11 270298 S 73 7

  • 11 – Rentenversicherung Knappschaft Bahn See
  • 270298 – dein Geburtstag – 27. Februar 1998
  • S – Anfangsbuchstabe deines Geburtsnamens – Schneider
  • 73 – Kennziffer für Frauen (50 – 99) o. Männer (00 – 49) – also: du bist weiblich
  • 7 eine Prüfziffer, die per Compi aus den vorherigen Zeichen errechnet wird.

In Österreich gilt entsprechend die ecard.

Sozialversicherungsausweise: Von wem, für wen?

Deinen ersten Sozialversicherungsausweis bekommst du von der Deutschen Rentenversicherung ausgestellt. Die ist auch bei Namensänderung zuständig. Wer seinen Ausweis verbummelt, kann einen neuen beantragen. Dazu muss ein Antrag bei deiner gesetzlichen Krankenkasse gestellt werden.

Achtung!

Achtung Ausweispflicht! Seit 2009 musst du den Sozialversicherungsausweis nicht mehr ständig mit dir rumschleppen. In einigen Branchen, in denen bekanntermaßen häufig Schwarzarbeiter beschäftigt werden, ist es aber Pflicht, sich ausweisen zu können, sonst drohen Strafen bis zu 5.000 Euro.

Wenn die Kontrolleure der Zollverwaltung (meist unangekündigt) erscheinen, reicht aber der Personalausweis. Zu diesen Branchen zählen unter anderem folgende, die auch bei Nebenjobbers besonders beliebt sind: Taxi, Gaststätten, Hotels, Baugewerbe u.a.

Wenn du ein Arbeitsverhältnis beginnst, musst du deinem Chef den Sozialversicherungsschein vorzeigen (Pflicht). Denn nur so kann er auch deine Beiträge für deine Altersversorgung, deine Krankenkasse oder deine Arbeitslosenversicherung abführen. Und wie schon in unserem grünen Infokasten gesagt: Das ist ja nur in deinem Sinne!

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Über den Autoren (Profil bei uns)

Gröj Eklib arbeitet seit 1984 als Journalist. Nach einigen Jahren der Lokalberichterstattung widmete er sich den Sparten Wirtschaft und Service. Die Arbeitswelt und die sich wandelnden Jobs bilden ein weiteres Standbein der journalistischen Tätigkeit. Er war mehrere Jahre Chefredakteur einer durch Landesmittel geförderten Jugendzeitung zum Thema Jobs und Karriere für junge Arbeitnehmer. Mehr bei Google+.
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