Freiberufler als Übersetzer oder Dolmetscher – Mit einer Fremdsprache Geld verdienen

Veröffentlicht von am Juli 2, 2012

Geld verdienen als ÜbersetzerIhr habt als Austauschschüler ein Jahr in den Staaten verbracht? Oder einige Semester in Paris studiert? Vielleicht schon mal als Saisonarbeiter den Sommer auf Mallorca gearbeitet? Dann habt ihr die besten Voraussetzungen, um mit den vor Ort erworbenen Sprachkenntnissen auch in Deutschland einen Nebenjob als Übersetzer zu finden.

Natürlich können gute Noten in einer Fremdsprache auch reichen. Aber wer Land und Leute und die fremde Kultur schon mal so richtig aufgesogen hat, dem fällt die Arbeit als freiberuflicher Übersetzer oder Dolmetscher wahrscheinlich doch ein wenig leichter. Schließlich gibt es genügend Idioms, die man auf keiner Schule lernt. Und trotzdem: Exzellente Schulbeurteilungen oder gar ein bereits begonnenes Studium in der Fremdsprache sind natürlich hilfreich, wenn ihr euch um die Arbeit als Übersetzer oder Dolmetscher bewerbt.

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Das Jobbild Übersetzer/Dolmetscher

Als Übersetzer bearbeitet ihr in der Regel Texte. Es ist also eine Tätigkeit, die ihr hervorragend als Heimarbeit erledigen könnt. Dolmetscher hingegen sind in der Regel unterwegs – zum Beispiel auf Messen oder Tagungen. Aber auch dafür braucht ihr ja kein eigenes Unternehmen mit Stammbüro.

Eigentlich sind die Bezeichnungen „Übersetzer“ oder „Dolmetscher“ rechtlich geschützt. Die Ausbildung dauert zwei bis drei Jahre und findet an Berufsfachschulen statt. Amtliche Dokumente dürfen nur mit staatlich anerkanntem Abschluss in eine andere Sprache übersetzt werden. Doch das sollte euch als Nebenjobber nur wenig interessieren. Denn für solche Arbeiten suchen Unternehmen in der Regel Mitarbeiter, die einen Vollzeitjob im Hause der Firma haben.

Beide Seiten profitieren vom Nebenjob

Freiberufler als Übersetzer

Ihr aber habt drei erhebliche Vorteile: Ihr seid flexibler und könnt punktuell eingesetzt werden, wenn mal ein Auftrag ansteht. Ihr benötigt keinen Arbeitsplatz in der Firma. Euer Home ist euer Office. Und ihr seid in der Regel billiger als gelernte oder studierte Fachkräfte.

Wer eine solche Ausbildung (Fachschule bzw. Weiterbildung) oder Studium (Bachelor) vorweisen kann, und zum Beispiel während der Kindererziehungszeit zuhause bleibt, hat natürlich noch bessere Chancen. Interessenten mit Sprachbegabung ohne spezielle Ausbildung übersetzen als Freiberufler. Dazu müsst ihr kein Gewerbe anmelden – aber Steuern zahlen. Ansonsten kann es richtig Ärger mit dem Finanzamt geben.

Gutes Geld für gute Arbeit

Und damit wären wir auch schon beim wichtigsten Punkt: der Bezahlung. Freiberufliche Übersetzer können nach Stunden- oder Seitensätzen abrechnen. Gerade wenn euch ein neuer Arbeitgeber noch nicht richtig kennt, wird er die Bezahlung pro Seite bevorzugen – auch um eure Fähigkeiten erst einmal abzuchecken. Ein Satz von 15 Euro pro Seite (ca. 300 Wörter bzw. 2.000 Zeichen mit Leerzeichen) ist realistisch.

Dolmetscher sollten mit der gleichen Summe als Stundenlohn rechnen. Wie im sämtlichen Geschäftsleben gilt natürlich auch für solche Nebentätigkeiten: Wenn ich mich als echte Fachkraft erwiesen habe, darf es auch schon mal etwas mehr sein.

Wie komme ich an den Nebenjob?

Viele Übersetzungstätigkeiten werden als Nebenjob vergeben. Wer schon erste Texte für einen Auftraggeber bearbeitet hat, bekommt meist, wenn das Ergebnis stimmt, von ganz alleine Folgeaufträge. Doch wie geht ihr vor, wenn ihr erst jetzt durch Fixverdient.de darauf gekommen seid, mit euren Sprachkenntnissen Geld nebenher zu verdienen?

Aufgepasst!

Wir warnen ausdrücklich vor Internetanbietern, die schon vor der Vermittlung eine Mitgliedschaftsgebühr (meist so um die 20 Euro) erheben. Das muss nicht unbedingt unseriös sein. Aber ob Ihr nach der „Investition“ tatsächlich lukrative Aufträge bekommt, wisst ihr natürlich vorher nicht.

Da gibt es verschiedene Wege. Die großen Karriereportale sind da nicht so viel versprechend. Dort werden meist festangestellte Übersetzer gesucht. Nur so etwa jeder zehnte Job ist auch etwas für Freiberufler. Trotzdem lohnt es sich, mal vorbei zu schauen.

Interessanter sind die spezialisierten Übersetzungsagenturen. Dort solltet ihr euch eigeninitiativ bewerben. Dabei gilt: nur Mut! Ihr wisst doch, was ihr könnt. Auf den Internetseiten oder Eintragungen der „Gelben Seiten“ findet ihr häufig spezielle Angebote solcher Agenturen für sogenannte Freelancer.

Außerdem gibt es im Netz Vermittlungsbörsen, bei denen die Aufträge auch schon mal versteigert werden. Dazu einige Adressen:

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Über den Autoren (Profil bei uns)

Gröj Eklib arbeitet seit 1984 als Journalist. Nach einigen Jahren der Lokalberichterstattung widmete er sich den Sparten Wirtschaft und Service. Die Arbeitswelt und die sich wandelnden Jobs bilden ein weiteres Standbein der journalistischen Tätigkeit. Er war mehrere Jahre Chefredakteur einer durch Landesmittel geförderten Jugendzeitung zum Thema Jobs und Karriere für junge Arbeitnehmer. Mehr bei Google+.
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