Forex Trading – 10 Dinge, die du über Devisenhandel wissen musst

Veröffentlicht von am April 30, 2013

Forex HandelEs ist modern, in aller Munde und es wird in der Werbung, auf Blogs und in Foren tagtäglich darüber gesprochen. Das Handeln mit Devisen oder auch Forex Trading genannt.

Gerade Neueinsteiger am Devisenmarkt erliegen oft der Versuchung, nach ein „paar Runden“ auf dem Demokonto mit Echtgeld in den Devisenhandel einzusteigen. Und das meist, obwohl der Beginner noch nicht einmal die Fachausdrücke kennt, geschweige denn weiß, was er da eigentlich macht.

Wenn es ernst wird, setzen viele auf das „Anfängerglück“ und sie hoffen, dass alles so gut verläuft, wie es mit dem Demokonto geklappt hat. Denn hier hast du schließlich unheimlich viele Gewinne eingefahren!

Dieses Denken kann aber leider auch nach hinten losgehen und du verzockst womöglich eine Menge Geld. Einfach weil du nicht weißt, worum es beim FX-Handel eigentlich geht und was ein Pip, eine Margin oder ein Hebel ist. Reich werden mit Daytrading ist nicht so einfach wie es in der Werbung den Anschein hat.

Achtung!

Wir möchten keinesfalls, dass du beim Devisenhandel dein gesamtes Hab und Gut verspielst. Solltest du also Interesse am Forex-Trading haben, informiere dich intensiv darüber. Handle nur mit Einsätzen, die du dir wirklich leisten kannst, und höre sofort auf, wenn du merkst, dass du zu viel Geld investierst!

Weitere Informationen über Trading

Devisenhandel einfach erklärt: 10 wichtige Punkte!

Von Devisen und Währungen

Wir könnten jetzt ein Onlinelexikon nutzen, doch der Unterschied zwischen Devisen und Währungen ist leicht erklärt. Eine Währung ist das Geld, mit dem du täglich direkt in Berührung kommst, dass du ganz praktisch in den Händen hältst.

Bei Devisen handelt es sich um Fremdwährungen und Zahlungsmittel (Sorten), die auf elektronischem Wege gehandelt und gebucht werden. Genau das passiert beim FX Trading – es wird mit Devisenpaaren gehandelt.

Was ist der Devisenhandel?

Beim Devisenhandel wir auf steigende und fallende Kurse einzelner Devisenpaare „gewettet“. Die beliebtesten Paare sind natürlich die mit den stärksten Währungen wie US-$/CHF, GBP/US-$, US-$/JPY, EUR/CHF, EUR/JPY, EUR/GBP und selbstverständlich EUR/US-$ die Majors genannt werden.

Wenn hierbei nicht mit so viel Geld gehandelt werden würde, könntest du den Devisenhandel auch als ein Spiel betrachten. Du setzt dein Geld auf ein Devisenpaar wie beispielsweise EUR/GBP auf einen steigenden Euro und hoffst, dass dieser in kurzer Zeit an Wert steigt. Sollte dass der Fall sein, schließt du mit einem Gewinn ab. Sollte dagegen der Euro an Wert gegenüber des GBP verlieren, handelst du mit Verlust.

Was ist ein Pip?

Pip = percentage in point / price interest point. Wer von einem Pip redet, der bezieht sich bei den meisten Währungspaaren auf die vierte Stelle hinter dem Komma. Der Pip zeigt die Gewinne und Verluste an.

In manchen Fällen wird auch die fünfte Stelle hinter dem Komma mit einbezogen (fractional Pip) oder im Falle der Währungspaare USD/JPY und EUR/JPY werden die zweiten Stellen hinter dem Komma als Pip bezeichnet.

Wenn sich der Kurs eines Währungspaares, wie beispielsweise GBP/EUR von 1 GBP zu 1.1695 EUR zu 1 GBP zu 1.1693 ändert, fällt der Kurs also um zwei Pip.

Was ist der Hebel und die Marge?

Der Hebel ermöglicht dir mit weit größeren Beträgen zu handeln, als du auf deinem Forex-Konto zur Verfügung hast. Hierzu musst einen bestimmten Geldbetrag auf deinem Konto haben, der als Sicherheit – Marge (Margin) dient, welche Prozentual angegeben wird.

Wenn du mit einem Hebel auf deiner Marge handelst, kannst du deine Gewinne und leider auch deine Verluste maximieren. Willst du also eine Position von 1.000.000 US-$ stellen, musst du bei einer Marge mit 5 % mindestens 50.000 US-$ auf deinem Konto zur Verfügung haben, die du als Marge nutzen und verlieren kannst.

Wer handelt mit Devisen?

Sicherlich hast du auch schon von den „Heuschrecken“, den Hedge-Fonds-Managern gehört. Wir möchten nun aber nicht über dieses negativ belastete Wort reden, sondern nur aufzeigen, wer mit Devisenpaaren handelt. Denn das sind die Hedgefond-Manager, Investmentfonds, Banken und natürlich auch die eine oder andere Privatperson als Kleinhändler.

STP-Broker und ECN-Broker

(Non-Dealing-Desk Broker), Market Maker

Der STP-Broker verdient sein Geld mit dem Spread, der ECN-Broker mit der Kommission, die dieser auf eine Order verlangt. Die jeweiligen Kurse beziehen beide Broker über die Interbanken.

Market Maker stellen eigene Kurse und dienen als Schnittstelle direkt zwischen Verkäufer und Käufer. Der Kunde wird von dem Market Maker abgesichert.

Wer bestimmt den Kurs?

Schwieriger wird es, zu sagen, wer den Kurs bestimmt. Erst einmal haben die Zentralbanken der Länder oder auch der Wirtschaftsgemeinschaften wie die Europäische Union einen starken Einfluss auf die Kurse. Doch das wäre natürlich zu einfach.

Hinzu kommen dann unberechenbare Einflüsse, wie die politische und wirtschaftliche Lage eines Landes, Kriege, Revolutionen, terroristische Anschläge, Unwetter und, und, und…

Wie kann ich als Privatanleger handeln?

Hierfür musst du nur ein Konto bei einem Forex-Broker eröffnen und dort dann eine Echtgeldzahlung leisten. Wir möchten dich aber darauf hinweisen, dass dieses mit einem sehr großen Risiko verbunden ist, welches von den Brokern meist nur nebenher erwähnt wird.

Solltest du dich also dazu entscheiden ein solches Konto zu eröffnen, informiere dich im Vorfeld genau darüber, was der Broker zu bieten hat, wo die Risiken liegen und wie viel Geld du am Ende womöglich nicht gewinnst sondern verlieren kannst!

Die Risiken im Forex-Handel

Tipp!
Willst du wirklich eine sichere Geldanlage finden oder aus deinem Geld mehr machen, solltest du dein Kapital besser in Aktien anlegen. Denn hier legen die Kurse, alles in allem pro Jahr rund 5% zu.

Allen Jubelrufen zum Trotz: Hast du wirklich jemanden im Bekannten- oder Freundeskreis, der mit dem Forex-Handel reich geworden ist? Wenn dir jemand sagt, er hat dort Tausende von Euro verdient, bekommst du das sicherlich eher zu hören, als von jemandem der dort alles verloren hat.

Natürlich kannst du hier mit einer Menge Erfahrung und viel Glück Geld, sogar sehr viel Geld verdienen. Doch gerade aufgrund des Hebels und weil es sich beim Devisenhandel um ein nicht vorhersehbares Nullsummenspiel handelt, ist das Risiko alles zu verlieren sehr hoch. Denke bitte daran, bevor du mit dem Handel beginnst!

Wer verdient beim Forex-Trading

Es ist leider eine Tatsache, dass meist nur große Unternehmen, Banken und/oder professionelle Devisenhändler beim Forex-Trading Geld verdienen. Doch dieses Geld muss natürlich von irgendwo herkommen.

Hier sind es meist die kleinen privaten Händler, die ihre Ersparnisse beim Forex-Traden verlieren und auf diese Weise zu den riesen Gewinnen, der vorab genannten Gewinner beitragen. Zudem macht selbstverständlich auch der Online-Broker mit dem Spread oder der Order seinen Gewinn.

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