Steuertipps für eBay-Verkäufer – Achtung Finanzamt!

Veröffentlicht von am Mai 10, 2013

eBay Steuern zahlenKaum zu glauben, wie viele Menschen tatsächlich immer noch glauben, dass das Internet ein rechtsfreier Raum ist, im dem der User schalten und walten kann, wie er möchte. Rasterfahndungen im World Wide Web, das Zurückverfolgen der IP-Adresse und der Bundestrojaner sind schon lange keine Science Fiktion mehr.

Das Internet wird kontrolliert, zum Teil stärker, als es im realen Leben der Fall ist. Von Unternehmen, die ihre Rechte schützen möchten und auch von Ämtern und Behörden, auf der Suche nach Straftätern.

„Ich kein Straftäter“, wirst du jetzt sagen. Doch einen kleinen Moment: Ist dein eBay-Shop als Gewerbe beim Finanzamt gemeldet und führst du regelmäßig alle Steuern pflichtgemäß ab?! Denn Steuerhinterziehung, ist schon lange (und war noch nie) ein Kavaliersdelikt und wird mit Geldstrafen und unter Umständen sogar mit Freiheitsstrafen geahndet!

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Wie findet das Finanzamt mich?

Wusstest du, dass…
…du auch beim ständigen Handel auf eBay als Verkäufer nicht unbedingt als gewerblicher Händler einzustufen bist, wenn es sich um „Liebhaberei“ handelt? Wenn du ohne Absicht mit Gewinn verkaufst, es als Hobby betreibst und nebenbei eine andere hauptberufliche Einnahmequelle nachgehst, kann dein Handel auf eBay auch als „Liebhaberei“ eingestuft werden.

Dieser Artikel wird mit Sicherheit nun kein Ratgeber, für alle die Steuern hinterziehen wollen. Dennoch ist es interessant zu wissen, dass die Behörden, sprich die Steuerfahndung über eine spezielle Software „Xpider“, verfügt, die Internetseiten vollautomatisch durchforstet und so schnell Schlüsse ziehen kann, wer gewerblich handelt und bisher keine oder zu wenig Steuern abführt!

Wenn du glaubst, dass dich dein Status als privater eBay-Verkäufer schützt, liegst du falsch. Die Software überprüft ebenso die privaten Händler und kalkuliert aus Bewertungen, Anzahl der Verkäufe und Anzahl der Angebote in einem bestimmten Zeitraum, ob du als gewerblicher Händler einzustufen bist. Denn in diesem Falle bist du ebenso verpflichtet Steuern abzuführen.

Liegt der Verdacht erst einmal nahe, ersuchen die Behörden das Auktionshaus um die Herausgabe deiner Daten. Da du dort auch mit deiner Bankverbindung und/oder weiteren Zahlungsmöglichkeiten unter deinem echten Namen registriert bist, hilft dir auch keine anonyme E-Mail-Adresse weiter. Und „schwupps“ hängst du an der Angel der Steuerfahnder.

Wann muss ich Steuern zahlen?

Als privater Händler auf eBay bist du nicht verpflichtet, auf deine Verkäufe Steuern zu zahlen. Das gilt nur für gewerbliche Händler. Hier stellt sich dann also die Frage, ab wann du als gewerblicher Händler einzustufen bist.

Die einfachste Regel, das erst einmal für dich selbst herauszufinden, ist die Frage: Möchtest du mit deinem Handel auf eBay einen Gewinn erzielen oder willst du nur deine alten „Klamotten“ loswerden und einen geringen Gegenwert dafür erhalten?

Sobald die Absicht der Gewinnerzielung hinter deinen Angeboten steckt, giltst du als gewerblicher Händler und musst Steuern abführen. Die Höhe richtet sich hier nach dem Gewinn (nicht dem Umsatz), minus den Freibeträgen und ob du schon durch eine weitere berufliche Tätigkeit Einkommenssteuer abführst. Als Kleinunternehmer (bis 17.500 € Umsatz pro Jahr) kannst du dich außerdem von der Umsatzsteuerpflicht befreien lassen.

Wie kann ich mich schützen?

Vor den Steuern kann sich niemand schützen. Und wenn du dein Gewerbe ordentlich angemeldet hast und jährlich deine Steuern ehrlich abführst, kann dir auch nichts passieren.

Die Frage ist es, ob es dir das wirklich wert ist, für ein paar Euro eine Strafe in Betracht ziehen zu müssen. Denn, wenn du einen erfolgreichen Internethandel betreibst, zahlst du auch deine Steuern.

Achtung!

Steuern zu hinterziehen kann sehr teuer warden, von den möglichen Freiheitsstrafen ganz abgesehen. Sollte dir ein Steuerberater zu teuer sein, kannst du dich auch an einen günstigen Steuerhilfeverein in deiner Umgebung wenden!

Wenn dir das mit den Steuern einfach zu viel Rechnerei ist, dann kannst du auf Software zurückgreifen, die dir dabei hilft, das Finanzamt im Griff zu haben. Wem das auch noch zu viel ist, der sollte sich einen Steuerberater zulegen, entweder online oder im realen Leben!

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Über den Autoren (Profil bei uns)

Gröj Eklib arbeitet seit 1984 als Journalist. Nach einigen Jahren der Lokalberichterstattung widmete er sich den Sparten Wirtschaft und Service. Die Arbeitswelt und die sich wandelnden Jobs bilden ein weiteres Standbein der journalistischen Tätigkeit. Er war mehrere Jahre Chefredakteur einer durch Landesmittel geförderten Jugendzeitung zum Thema Jobs und Karriere für junge Arbeitnehmer. Mehr bei Google+.
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