Die drei gemeinsten Nebenjobfallen – Vom Model zur Heimarbeit

Veröffentlicht von am August 19, 2012

Nebenjob FalleDie Gauner kennen die „wunden“ Stellen, mit denen sie ihre Zielpersonen packen, ganz genau: Geld und Ruhm. Mit diesen Reizen locken sie jährlich Zehntausende in die Falle. In die Falle mit dem Nebenjob, der eben diese Wünsche ratzfatz erfüllen soll. Utopische Honorare, eine Karriere als Supermodell oder endlich eine Arbeit, die wieder für mehr Selbstvertrauen sorgt.

Das sind die Ingredienzien, aus denen die Verbrecher in der Nebenjobbranche ihre Werbungen gestalten. Und diese Werbung funktioniert, sonst würden nicht so viele darauf hereinfallen, dass Verbraucherschützer schon Listen mit Schwarzen Schafen zusammenstellen müssen.

Fixverdient.de stellt hier die drei gemeinsten Nebenjobfallen vor. An welchen Merkmalen die Werbung der Betrüger generell zu erkennen ist, dazu haben wir einen eigenen Artikel verfasst.

Weitere fiese Tricks und üble Fallen bei Nebenjobs

Sie ist ein Model und sie sieht gut aus…

Der zweite Teil dieses Refrains vom „Kraftwerk“-Song trifft mit Sicherheit auf viele junge Damen, wie natürlich auch für Herren, tatsächlich zu.

Modeln als Nebenjob

Modeln als Nebenjob, gibt’s das wirklich?

Der erste Teil leider nicht. Denn nicht jeder der gut aussieht, hat auch das Zeug zum Model. Doch viele glauben es. Und windige Geschäftemacher nutzen das schamlos aus. „Du siehst gut aus, mach was draus“. So oder so ähnlich lauten die Werbebotschaften dieser sogenannten Agenturen.

Doch so viele Models, wie schon jetzt in unzähligen Agenturen als „Karteileichen“ geführt werden, braucht die Welt einfach nicht. Die Tricks dabei – wir müssen hier von Tricks sprechen, denn meist liefern die Agenturen genau das, was sie auch im Vertrag ankündigen, die angehenden Schönheitsköniginnen sind nur zu blauäugig – gehen meist so:

  • Teures Fotoshooting bei einer Agentur, die eigentlich gar keine Kunden hat.
  • In den AGB versteckte Hinweise, dass die Mitgliedschaft in einer Vermittlungsfirma einen (meist recht hohen) Monatsbeitrag kostet.
  • Teure Bewerbungsbildbände oder Videos werden angefertigt, die aber tatsächlich keinen Job bringen.

Übrigens: Auch einige Tierbesitzer, die ihre Vierbeiner in den Fußstapfen von Magnums Dobermänner sähen, werden von Tieragenturen gerne auf die gleiche Weise hinters Licht geführt.

Kugelschreiber montieren, Briefmarken einheften, Wundertüten befüllen

Kurz nach dem letzten Weltkrieg hat es diese Jobs noch gegeben. Aber heute, wer glaubt denn noch an so etwas? Offensichtlich genug Menschen, die hoffen, durch eine solide Heimarbeit etwas hinzuverdienen zu können. Sonst gäbe es dazu nicht ständig neue Angebote in Zeitschriften und Anzeigeblättchen.

Wusstest du, dass…
…die Verbraucherzentrale Hamburg eine Liste herausgibt, in der Unternehmen namentlich aufgeführt sind, die im Ruf stehen unseriöse Nebenjobs anzubieten? Hier geht es zur Liste.

Die Verbraucherzentrale Hamburg, zuständig in Deutschland für unseriöse Nebenjobs, meint dazu: „Haben Sie sich nicht schon einmal gewundert, wie viele Kugelschreiber angeblich zusammengebaut werden müssen, und warum es dafür nicht schon längst Maschinen gibt?“

Das Gleiche gilt für Briefmarken und Wundertüten. Deren Inhalt wird billigst in Fernost hergestellt und auch dort gleich von Billigkräften eingetütet. Deutsche Heimarbeiter bleiben meist nur auf teuren Einzelteilen sitzen, die für den „Job“ zuvor anschaffen mussten. Weiteres dazu in unserer Rubrik Heimarbeit.

Werbung auf dem eigenen Körper oder am Auto

Eigentlich keine schlechte Idee. Schließlich schleppen ja viele von uns auch die bedruckten Plastiktüten der Supermarktketten und Discounter durch die Gegend und zahlen auch noch für die Tüten. Wenn das funktioniert, muss das mit T-Shirts und Autos doch auch klappen, haben sich einige Anbieter zweifelhafter Nebenjobs gedacht.

Das Auto mit Werbung vollkleben oder ein T-Shirt als Werbebanner spazieren führen. Auch hierzu ein kurzes aber knappes Zitat der Hamburger Verbraucherschützer zu einem konkreten Angebot: „Für die Aufnahme in die Kartei werden 214 € bzw. der Abschluss eines 2 jährigen Zeitschriftenabos gefordert. Verdienstmöglichkeiten ungewiss.“

Der Tipp von Fixverdient.de: Gier, sei es nach Geld oder Ruhm, ist ein ganz schlechter Berater. Nicht übereilt handeln oder unterschreiben. In jedem Fall müssen die AGB vor Vertragsabschluss ausführlich gelesen werden. Und schließlich gibt es über die meisten Unternehmen Beurteilungen im Internet. Findet sich dort gar nichts, noch nicht einmal ein Firmeneintrag, ist das ein äußerst bedenkliches Anzeichen.

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