Croupier – Ausgefallener Nebenjob im Kasino

Veröffentlicht von am Februar 17, 2013

Nebenjob CroupierEin Cheval á 10 und drei Carré á 5! Nein, das ist keine Bestellung in einer Metzgerei, sondern eine Jetonanordnung die ein Croupier, auch im Nebenjob, in Sekundenschnelle legen kann. Spätestens seitdem Pokerturniere im Fernsehen übertragen werden und dem James-Bond-Streifen „Casino Royal“ haben die Spielkasinos in unser Leben Einzug erhalten.

Zugegeben: Spielkasinos bzw. Spielbanken gibt es (noch) nicht in jeder Kleinstadt. Aber größere Hotels verfügen inzwischen oftmals über kleinere und größere „Spielhöllen“ für die Gäste, in denen du als Croupier arbeiten kannst.

Werfen wir einmal einen Blick in die Welt, des Roulettes, des Black Jacks und des Pokerns. Und schauen wir uns an, was du für den Nebenjob als Croupier für Fähigkeiten benötigst. Denn lediglich ein angenehmes Äußeres und flinke Hände sind hier nicht genug! Im Kontakt mit den Gästen musst du einen freundlichen Umgangston haben und trotzdem die Distanz bewahren können, ohne unpersönlich zu wirken – ein echter Spagat.

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Ihre Einsätze bitte! Was ist gefragt?

Als Croupier arbeitest du direkt mit den Gästen des Kasinos zusammen. Doch bevor du auf diese „losgelassen“ wirst, steht erst einmal eine mindestens 4-wöchige (möglich sind hier bis zu 6 Monaten) Ausbildung an, die vom Kasino bezahlt und meist auch dort absolviert wird. Croupier ist kein anerkannter Ausbildungsberuf und selbst ein Croupier mit jahrelanger Erfahrung zählt zu den ungelernten Arbeitskräften.

Wusstest du, dass…
…auch wenn der Croupier zu den ungelernten Arbeitskräften zählt, du die Karriereleiter in diesem Job eindrucksvoll erklimmen kannst? Das geht vom Croupieranfänger, über den Vollcroupier und Tischchef bis hin zum Saalleiter oder gar der Position des Leiters der Spielbank!

Als Kopfcroupier, das ist die Anfängerposition am französischen Roulette, lernst du wie die Jetons und der Schieber richtig gehandhabt werden. Das klingt leicht, ist es aber nicht. Was an den Spieltischen für den Gast so einfach aussieht, ist das Ergebnis langer Übung.

Einen Jeton zielgenau über den Tisch zu werfen, mag vielleicht noch leicht sein, doch wie sieht es aus, wenn du es gleich mit 5 oder 10 Jetons bewerkstelligen sollst?

Die Regeln musst du dir in dieser Zeit richtig „einpauken“. Denn Regeln müssen zu hundert Prozent sitzen und die Reihenfolge der Zahlen am Roulettetisch kannst du später im Schlaf zitieren! Traditionell wurde früher an Einzelspielen (Roulette, Blackjack, Poker) ausgebildet. Heutzutage werden die Auszubildenden oftmals an allen Spielen ausgebildet.

Alles in allem ist der Anspruch an einem Croupier sehr hoch, auch als Nebentätigkeit. Doch wenn du dich in der Welt des Spiels zu Hause fühlst, nimmt du das natürlich gerne auf dich.

Die Voraussetzungen

  • Mindestalter 18-21 Jahre, viele Kasinos stellen nur bis 30 Jahre ein!
  • Die Bereitschaft, auch nachts und am Wochenende zu arbeiten.
  • Gepflegtes Äußeres und selbstbewusstes Auftreten.
  • Gutes Gedächtnis und sehr gute Kopfrechenkenntnisse.
  • Eine gute Fingerfertigkeit.
  • Sehr gute Umgangsformen.
  • Fremdsprachenkenntnisse in Englisch und vorzugsweise auch Französisch.
  • Einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis und geregelte finanzielle Verhältnisse.
  • Guter Leumund und Diskretion.

Nichts geht mehr! Was verdiene ich?

Im Nebenjob des Croupiers und auch für alle anderen Beschäftigten des Kasinos gibt es ein einzigartiges Bezahlsystem, den sogenannten „Tronc„. Dieser wird anteilsmäßig auf die Bediensteten verteilt.

Wenn du nun immer geglaubt hast, dass die Angestellten des Kasinos „gegen“ dich spielen, wenn du ständig verlierst, dann liegst du falsch. Denn der Tronc ergibt sich aus den Trinkgeldern, die Gewinner freiwillig spendieren. Jetzt sollte dir auch klar sein, warum sich der Croupier wirklich freut, wenn ein Spieler gewinnt!

Achtung: Erwartungen relativieren!

Auch wenn viele Menschen denken, dass ein Croupier Tausende von Euro verdient (im Film und Fernsehen wird häufig der Anschein erweckt), ist dem bei Weitem nicht so. Durch die inzwischen hohe Anzahl der Kasinos verringert sich der „ Tronc“ und manch Kasino muss diesen inzwischen ständig aufstocken. Dennoch bleibt dem Croupier immer das garantierte Einkommen plus einem Teil vom Tronc!

Reicht der Tronc nicht dazu aus, die Gehälter der Angestellten zu begleichen, wird dieser durch das Kasino aufgestockt. Also keine Bange: Auch wenn die Gäste einen ganzen Monat lang nur verlieren und keine Trinkgelder geben, bekommst du dein Gehalt, welches in der Regel zwischen 9 und 15 Euro die Stunde beträgt.

Faites vos jeux: Wo gibt es Stellen?

Hier wendest du dich am besten direkt an eines der über 50 Spielkasinos in Deutschland. Auch lohnt sich eine Anfrage in größeren Hotels, wenn diese ein Spielkasino betreiben. Und sollte zurzeit keine Spielbank in deiner Nähe sein – es werden laufend mehr!

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