Call-Center-Agent – Nebenjob als Telefonist

Veröffentlicht von am Februar 21, 2013

Call-Center-AgentEs ist kurz nach Mitternacht und du sitzt vor dem Fernseher oder deinem Rechner. Auf einmal springt dir eine Werbeanzeige ins Auge und du denkst: Das muss ich haben! Du greifst mitten in der Nacht zum Telefon, wählst eine Nummer und am anderen Ende der Leitung fragt dich eine freundliche Stimme, wie sie dir weiterhelfen kann.

Was früher unmöglich war, ist heute gang und gäbe – eine Bestellung mitten in der Nacht über das Telefon zu tätigen. Möglich machen das die Callcenter und die dort angestellten Telefonisten, auch Callcenter-Agenten genannt.

Viele große Unternehmen betreiben eigene Callcenter oder arbeiten mit einem zusammen, welches die Telefonate übernimmt. Da die Callcenter oftmals rund um die Uhr erreichbar sind, gibt es hier eine hohe Anzahl an verfügbaren Nebenjobs – und das ist deine Chance!

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Das könntest du denken, dem ist aber bei weitem nicht so. Denn wenn du am Telefon den Mund nicht aufbekommst und keine sympathische, immer „lächelnde“ Stimme hast, ist dieser Job nichts für dich.

Ein Call-Center-Agent ist häufig der erste Ansprechpartner des Kunden in einem Unternehmen. Das bedeutet, dass der Kunde seinen ersten Eindruck von der Firma von dir erhält! So solltest du in der Lage sein, auch nachts oder nach fünf bis sechs Stunden telefonieren, das nächste Gespräch noch immer mit einem freundlichen „Guten Tag – wie kann ich Ihnen helfen?“ entgegenzunehmen.

Wo und wie wird gearbeitet?

Im Bereich des Callcenter-Agenten, bzw. des Telefonisten gibt es die unterschiedlichsten Einsatzgebiete. Erst einmal wird unterschieden zwischen den „Inbound“- und den „Outbound“-Callcentern.

Inbound-Call-Center

Beim Inbound übernimmst du die typische Arbeit des Kundenservice. Der Kunde ruft das Center an, um Bestellungen abzugeben, Informationen zu erhalten oder manchmal natürlich auch, um sich zu beschweren.

Outbound-Call-Center

Beim Outbound bist du selbst derjenige, der die Kunden anruft. Entweder verfügst du über eine Bestandsliste von Kunden oder rufst potenzielle Kunden an, um ihnen ein Produkt anzubieten.

Zu den Outboundanrufen zählen auch die Anrufe von Instituten, die um die Meinung eines Verbrauchers bitten, um Statistiken erheben zu können. Beim Outbound ist ein wenig Verkaufstalent sehr nützlich.

Achtung!

Outboundanrufe werden, auch durch die Medien beeinflusst, oftmals mit den „unerwünschten Werbeanrufen“ (Cold-Calls) gleichgesetzt. Dem ist aber nicht so und die Gesetzeslage schreibt inzwischen eindeutig vor, was erlaubt ist und was nicht. Bei seriösen Unternehmen weiß der Angerufene vorher, dass sich jemand, per Telefon, mit ihm in Kontakt setzen könnte. Und das gilt für produzierende Unternehmen genauso wie für Meinungsinstitute!

Gearbeitet wird in den Callcentern direkt und das oft auch in Schichtarbeit mit je fünf bis acht Stunden rund um die Uhr. Du solltest also zeitlich flexibel sein.

Fassen wir zusammen, was du als Callcenter-Agent mitbringen solltest:

  • Freude am Telefonieren.
  • Eine sympathische Stimme.
  • Die Fähigkeit, auch nach einem langen Tag noch freundlich am Telefon zu sein.
  • Einfühlungsvermögen dem Kunden gegenüber.
  • PC-Grundkenntnisse.
  • Ein wenig Verkaufstalent bei Outbound-Anrufen.
  • Die Bereitschaft, auch nachts zu arbeiten.
  • Gegebenenfalls Fachkenntnisse über bestimmte Produkte.

Money, Money, Money…: Was verdiene ich?

Die Bezahlung kann in den Callcentern sehr unterschiedlich ausfallen. Leider ist es immer noch so, dass du im Osten Deutschlands wohl weniger verdienen wirst als im Westen.

Der übliche Grundlohn liegt bei rund sieben Euro (Ost) und ein wenig mehr, nämlich knapp acht Euro im Westen pro Stunde. Hinzu kann einiges an Provision kommen, welche sich durch die Anzahl der angenommen oder getätigten Anrufe ergibt. Das ist aber von Callcenter zu Callcenter unterschiedlich.

Beim Outbound mit Verkauf erhältst du in der Regel eine prozentuale Provision pro verkauften Artikel oder auch je abgeschlossenen Vertrag (z.B. Versicherungen). Hier hast du es dann ein wenig mehr selbst in der Hand, was du verdienst!

Ich will Call-Center-Agent werden! Wo kann ich das?

Wusstest du, dass…
…die hohe Anzahl an offenen Stellen in Call-Centern daher kommt, dass diese meist rund um die Uhr arbeiten? Die in den Medien oftmals angeprangerten „Missstände“ in den Callcentern sind auf Berichte über „schwarze Schafe“ aus dieser Branche zurückzuführen. Der Job als Call-Center-Agent ist in einem seriösen Unternehmen ein Job wie jeder andere und hat nichts mit „Abzocke“ zu tun!

Der einfachste Weg ist es natürlich direkt bei den Hotlines anzurufen, die du aus der Werbung im Fernsehen kennst. Hier helfen dir die freundlichen Mitarbeiter weiter und verweisen dich an den richtigen Ansprechpartner.

Weiterhin ist es heute kaum noch denkbar, dass es in deiner Stadt oder der nächst größeren Stadt kein Callcenter gibt, welches nach Mitarbeitern sucht. Daher findest du auch in regionalen Tageszeitungen und den Jobbörsen im Internet ständig offene Stellen.

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Über den Autoren (Profil bei uns)

Swen Eitz ist ein Weltenbummler. Jahrelang lebte er in vielen Ländern dieser Erde und lernte dort die unterschiedlichsten Menschen und Kulturen kennen. Mit dem Schreiben begann Swen als Hobby vor mehr als 15 Jahren, um die Erlebnisse von seinen Reisen festzuhalten. Inzwischen ist er in vielen Sparten des Internets von Übersetzungen bis hin zum Marketing tätig. In seiner Freizeit widmet Swen sich seinen Haustieren und dem Tauchsport. Mehr bei Google+.
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