Geld machen mit Blutspenden, Plasmaspenden oder Samenspenden

Veröffentlicht von am Juli 24, 2012

BlutspendenWenn dein bester Freund in der Mittagspause keine Zeit für ein Schwätzchen hat, kann es sein, dass er mal eben zum Blutspenden gegangen ist. Die begehrten Körperflüssigkeiten zu spenden, hat mehrere Aspekte.

Erstens tust du was fürs Allgemeinwohl. Denn Blut, Plasma und Thrombozyten werden dringend gebraucht, um anderen Menschen das Leben zu retten. Zweitens soll es gut für den Körper sein, da die Neubildung des Blutes ständig angeregt wird und drittens lässt sich damit eine Stange Geld ganz nebenher verdienen.

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Dein Aufwand wird entschädigt

Wusstest du, dass…
Aufwandsentschädigungen, die medizinischen Zwecken dienen, steuerfrei sind?

Eigentlich darf man hier gar nicht von ‚Geld verdienen‘ sprechen, denn das ist gesetzlich verboten. Fürs Spenden gibt es eine Aufwandsentschädigung, die ganz unterschiedlich ausfallen kann. Das Deutsche Rote Kreuz bietet ein Frühstück, während andere Träger gern zwischen 15 und 25 Euro dafür hinblättern.

Oftmals gibt es mehr Geld, je öfter man spendet. Auch seltene Blutgruppen werden besser vergütet. Diese werden speziell durch Zeitungs- oder Internetannoncen bekannt gemacht. Je nachdem wie dringend eine spezielle Gruppe gebraucht wird, kann es schon mal über 100 Euro pro Spende geben.

Vollblut, Plasma- oder Thrombozyten?

Die normale Vollblutspende kennt wahrscheinlich jeder, und es steckt genau das dahinter, was der Name verspricht. Du spendest circa 500 ml von deinem Blut, das dann als Konserve aufbewahrt wird, bis es benötigt wird. Männer dürfen alle zehn Wochen, Frauen alle zwölf Wochen spenden, wobei du auf maximal vier bis fünf Mal im Jahr kommen darfst.

Wenn es um Plasma oder Thrombozyten geht, sieht die Sache schon anders aus. Die Spende dauert deutlich länger und kann nur in einer Klinik durchgeführt werden. Das Blut wird entnommen, Plasma oder Thrombozyten herausgefiltert und durch Ersatzstoffe ersetzt. Dem Spender wird dann die entnommene Flüssigkeit wieder zugeführt. Daher kannst du bis zu 45 Mal in Jahr Plasma und 26 Mal im Jahr Thrombozyten spenden.

Alle Aufwandsentschädigungen zusammengerechnet kannst du also um die 1000 Euro im Jahr steuerfrei dazu verdienen.

Erstspender und weitere Details

Damit die Qualität des Blutes und die Gesundheit der Spender gewährleistet bleibt, wirst du dich vor der ersten Spende einem Gesundheitscheck unterziehen müssen. Dein Blut wird auf Krankheiten untersucht, dann wird bestimmt, ob du als Vollblutspender geeignet bist. An Plasmaspender werden höhere Ansprüche gestellt, daher sind hier die Untersuchungen etwas umfangreicher. Ein kleines Blutbild, Blutdruck und die Körpertemperatur werden jedes Mal gemessen, um aktuelle Infektionen auszuschließen.

Aufgepasst!

Blutspender sollten auf eine gute Ernährung achten. Regelmäßiges Blutspenden kann belastend für den Körper sein. „Eisendieben“ wie Kaffee, Cola und Milch solltest du besser für einige Zeit aus dem Weg gehen.

Thrombozyten können nur sehr begrenzt gelagert werden, daher wird zu diesen Spendenaktionen separat aufgerufen. Dabei liegt die Vergütung bei bis zu 50 Euro.

Samenspender verdienen deutlich besser

Ein bisschen anders sieht es aus, wenn du mit Samenspenden dein Budget aufbessern willst. Die medizinischen Voruntersuchungen sind ähnlich, aber die Prioritäten liegen eher auf der Samenqualität und dem genetischen Hintergrund. Wenn du als Spender infrage kommst, musst du dich für ein Institut entscheiden, denn diese verlangen Exklusivität. Du wirst verpflichtet, für ein Jahr alle drei Wochen zu spenden.

Das garantiert einerseits, dass die Bank ein ausreichendes Kontingent deines Samens zur Verfügung hat, aber andererseits auch, dass dein Lebensstil konstant ist. Du bekommst pro Spende 100 Euro, die aber nicht sofort ganz ausbezahlt werden. Das Geld erhältst du gestaffelt, wenn die Samenbank sichergehen kann, dass du deine Verpflichtungen einhältst.

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