Privates Carsharing – Eigenes Auto privat vermieten

Veröffentlicht von am Juli 7, 2012

Auto privat vermietenRechne doch mal ganz nüchtern durch! Wie viele Stunden am Tag bewegst du dein Auto so in der Woche wirklich? Bestimmt steht es doch auch ein paar Tage einfach nur so rum. Anderer Fall: Du hast immer den gleichen Tagesrhythmus. Kommst um acht in die Firma und gehst um 17 Uhr wieder nach Hause. Und was macht dein Auto? Es wartet einfach nur brav auf dich.

Dabei kannst du es, wann immer du es nicht nutzt, richtig Geld für dich verdienen lassen. Für ein paar Stunden während der Arbeitszeit gibt es da glatt um die 50 Euro. Wenn du deine Karosse gleich für zwei Tage verleihst, verdienst du damit mit einem Mittelklassewagen um die 100 Euro. Und wenn du ein paar Regeln beachtest, entsteht dabei null Risiko.

Kennst du diese Microjobs schon…?

Das Modell Nachbarschaftsauto

Und so funktioniert das Ganze: Selbstverständlich wird sich kein Münchner ein Auto in Flensburg leihen. Deshalb ist es wichtig, dass Mieter und Vermieter möglichst im persönlichen Umfeld zusammengebracht werden. Stichwort kurze Wege. Hier kommen sogenannte Vermittlungsagenturen im Internet ins Spiel. Dort stellst du deinen Wagen mit Heimatadresse ins Netz. Mieter, die kurzfristig ein Auto leihen wollen, bekommen eine Liste an Fahrzeugen angeboten, in der unter anderem dein Schlitten aufgeführt ist. Das Auto mit dem nächsten Standort zum Suchenden wird ganz oben in der Auflistung geführt.

Wusstest du, dass…
…du mit deinem Auto kinderleicht bis zu 100 Euro täglich verdienen kannst.

Natürlich hat das Prinzip des Nachbarschaftsautos auch einen positiven Effekt für den Umweltschutz. Die Mieter brauchen dein Auto, weil sie sich in der Regel keinen eigenen Wagen anschaffen. Sie benutzen das Fahrzeug dementsprechend nur, wenn sie es unbedingt brauchen. Für kürzere Wege, für die viele den eigenen Wagen mal eben doch benutzen, steigen die Mieter auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel um. Das schafft prima Klima.

Sprudelnde Einnahmequelle Privatauto

Privatauto vermieten

Du kannst bei deinem Angebot selbst festlegen, wie viel Geld du pro Stunde oder am Tag verlangst. Dabei solltest du den Preis an dem Zustand des Autos ausrichten. Alter, Kilometerstand, allgemeiner Zustand sind beispielsweise wichtige Kriterien. Natürlich kannst du mit einem Cabriolet oder einem Campingmobil höhere Einnahmen erwarten als für einen durchschnittlichen VW Golf. Hier einige Beispiele zum möglichen Zusatzeinkommen:

Fiat Panda, 24 Euro am Tag, 50 Kilometer frei, jeder weitere Kilometer 8 Cent.

BMW 530d, 55 Euro am Tag ohne Kilometerbegrenzung.

Ducato Hymermobil, 100 Euro am Tag, ohne Kilometerbegrenzung, 20 Euro Endreinigung.

Den verbrauchten Sprit zahlt immer der Mieter. Die Vermittlungsgebühr geht ebenfalls in der Regel auf das Konto der Mieter. Manchmal sind diese Gebühren aber auch schon in der Versicherung, die die Vermittler anbieten, enthalten.

Aufgepasst

Wenn du ein Auto vermietest, musst du diese Einnahmen versteuern. Insbesondere wenn du es über längere Zeit in den Nachbarschaftsbörsen anbietest, ist es wahrscheinlich, dass dich über kurz oder lang Steuerprüfer zu deinen Nebeneinkünften befragen.

Du solltest dein Auto natürlich gut in Schuss halten. Nur so kommen auch Folgevermietungen auf Dauer zustande. Einige Vermittlungsagenturen lassen das Fahrzeug vom Mieter bewerten. Wenn deine Karosse dabei schlecht abschneiden, sinken die Vermietungschancen rapide.

Privatauto ohne Risiko vermieten

Wenn du ein paar einfache Kniffe beachtest, können dir, bis auf den Wertverlust durch höhere Laufleistung, keine Nachteile entstehen. Bei den meisten Vermittlungen durch eine Internetagentur ist eine zusätzliche Haftpflicht und Vollkaskoversicherung obligatorisch. Die bezahlt in der Regel der Mieter. Doch auch da gibt es Unterschiede. Also: aufpassen!

Bei einigen Vermittlern ist auch ein Schutzbrief inklusive, sodass dein Auto wenn möglich vor Ort repariert wird oder zumindest wieder vor deine Haustür geschleppt wird. Das steht alles im Kleingedruckten der Agenturen. Das solltet ihr unbedingt in Ruhe lesen. Sowohl Vermieter als auch Mieter müssen ihre persönlichen Daten, häufig auch mit Foto, hinterlegen. Du weißt also von vornherein, mit wem du es zu tun hast.

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